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Text und Bild von Heiko Boeck
Im Dezember 2006 fiel mir im Forum von USA-Reise.de
ein Reisebericht von Kate
auf, in welchem sie einen Cathedral Canyon erwähnte. Sie hatte
in Page mit einem Chief Tsosie gesprochen, welcher eine Tour dahin
anbietet. Leider konnte Kate aus zeitlichen Gründen diese Tour
nicht machen, aber mein Interesse war geweckt. Ich nahm mit Chief
Tsosie Kontakt auf und wollte von ihm noch mehr Informationen über
den Cathedral Canyon haben. Die auf seiner Homepage veröffentlichten
2 Bilder sahen zwar interessant, aber nicht besonders reizvoll aus.
Ein reger Mailwechsel entstand, er schrieb mir immer wieder, dass
dieser Canyon ein ganz außergewöhnliches Erlebnis sei,
neue Bilder schickte er mir aber nicht. Mein Interesse an diesem Canyon
lies mit der Zeit nach.
Mittlerweile war es März 2007 und ich hatte
in Page noch etwas Zeit. Bisher hatte niemand mir bekanntes die Tour
gemacht und einen Bericht im Internet veröffentlicht, also opferte
ich mich ;-) und fuhr bei Chief Tsosie vorbei. Er
schwärmte wieder in den höchsten Tönen vom Cathedral
Canyon. Also zückte ich das Portemonnaie und zahlte für
die Tour, inkl. Tax und dem Permit für das Navajoreservat, $45.
Da sich der Cathedral Canyon auf Privatland befindet, kann er nur
über eine gebuchte Tour von Chief Tsosie besichtigt werden.
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20 Minuten später ging es in einem
Chevrolet Silverado mit meinem Tourleiter, ein Navajo mit dem
Namen Nathan, in die Industrial Road in Page und dort
nach links auf eine Dirtroad. Nathan hatte mit meinem Namen
so seine Probleme, Heiko konnte er nicht aussprechen, wir einigten
uns dann einfach auf k.o. ;-) |
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Wir fuhren jetzt über die übelsten
Off-Road Pisten, die ich je erlebt habe. Nathan nannte das hier
seinen Funpark. Mit Miet-SUV ist die Strecke absolut nicht machbar,
keine Chance.
Nach 20 Minuten erreichten wir den Einstieg, hier parkte Nathan
auch das Auto. Mit der Leiter voran stiefelte Nathan dann los.
Diese Leiter war auch notwendig, denn an einigen Stellen käme
man auch mit Kaminkletterei nicht weiter. Wir kamen zu einem
netten kleinen Mini-Slotcanyon. |
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Dann ging es weiter durch einen relativ
weiten Wash. Der Wash war ganz nett anzusehen, aber nichts besonderes.
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Nach weiteren 15 Minuten erreichten wir
eine Felsspalte und hier musste ich unten durch krabbeln. Da
die Frühjahrsdiät teilweise erfolgreich war, blieb
ich nicht stecken. ;-) |
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Und dann stand ich vor dem Cathedral Canyon.
Ich war sprachlos, aber nicht wegen der überwältigten
Schönheit des Cathedral Canyons. Leider kann man nicht
von einem Canyon sprechen, es ist mehr eine Felsspalte. Als
einzelne Kathedrale könnte man das gerade noch durchgehen
lassen. ;-( |
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Zwar ganz nett anzusehen, aber sicher keine
$45 wert. Ehrlich gesagt, fühlte ich mich verschaukelt.
Solche Felsspalten gibt es viele im Südwesten der USA. |
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Ich machte meine Bilder und nach 20 Minuten
brachen wir wieder auf. Am Rückweg fuhren wir noch an einer
Formation namens "Four Sisters" vorbei, ganz
nett, mehr aber nicht. |
Die Tour zum Cathedral Canyon war eine Enttäuschung für
mich, natürlich kann jeder dort seine eigenen Erfahrungen machen,
allerdings würde ich mir das Geld sparen.
Nichts gegen geführte Touren zu den Highlights rund um Page,
aber man sollte nicht versuchen die Südwestfans zu verschaukeln,
in dem man irgendwelche Pseudohighlights erfindet und versucht im
Fahrwasser des Upper und Lower Antelope Canyons Kasse zu machen. Dies
funktioniert eine zeitlang nur bedingt und wenn ich durch diesen Bericht
die ein oder andere Enttäuschung verhindern kann, hat sich das
Schreiben dieser Zeilen bereits gelohnt.
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