Lage: Der Water Holes Canyon liegt innerhalb
der Navajo Indian Reservation ca. 6 mi südlich der Stadt Page
und erstreckt sich zwischen der Coppermine Road (IR-20) im Osten und
dem Colorado River im Westen. Der Hauptzugang befindet sich in unmittelbarer
Nähe des bekannten Aussichtspunkts Horseshoe
Bend, direkt am Hwy. 89 an der Brücke beim Meilenposten 542.
GPS: 36°50'12"N, 111°30'30"W
(GPS-Koordinaten in WGS84/NAD83)

Allgemeines: Die Gegend rund um Page, AZ birgt eine
Vielzahl an einzigartigen Sandsteinschluchten. Leider befinden sich
die allermeisten auf Stammesgebiet der Navajo Indianer in Privatbesitz
und wurden aus den unterschiedlichsten Gründen für Besucher
gesperrt. Abgesehen von den beiden Antelope
Canyons und dem eher unterdurchschnittlichen Cathedral
Canyon, gibt es noch einen weiteren durchaus sehenswerten Slot.
Mit einer Eintrittsgebühr von $5 pro Person (Stand: 2010) ist
der Water Holes Canyon der erschwinglichste von allen
und auch der Ausflug mit Adventure Slot Hummer Tours in die
Teilabschnitte an der Coppermine Rd ist noch immer etwas günstiger
($99; Stand: Mai 2011) als ein Besuch des sündhaft teuren von
weiteren Privatanbietern vermarktetem Canyon
X oder Cardiac Canyon.
Gelegentlich sieht man auch die Schreibweisen "Waterholes
Canyon" oder "Waterhole Canyon".
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Die Great Wall im Licht der untergehenden
Sonne |

Unsere Besuche: Steffen und ich waren bereits einige
Male in den unterschiedlichen Teilbereichen des Water Holes Canyon
unterwegs. Die zwei bekanntesten Abschnitte direkt am Hwy. 89 standen
zu Beginn am Programm. Zwecks besserer Unterscheidung nenne ich den
ca. 2 km langen Bereich zwischen der Straße und dem Colorado
River ab sofort "The West Side" und den Teil östlich
des Highways "The East Side". Dort befindet sich allerdings
nicht nur ein netter Slot sondern auch die imposante "The Great
Wall". Zugänglich sind diese drei Abschnitte vom Parkplatz
am Highway 89 aus.
Doch ein Blick in Kelsey´s Buch "Canyon Hiking Guide
to the Colorado Plateau, 4th Edition" zeigt, dass der Water
Holes Canyon noch weitaus mehr zu bieten hat. Am östlichen Ende
des Canyons in der Nähe der Coppermine Rd. (IR-20) befinden sich
noch zwei weitere sehenswerte Seitenarme. Die Narrows im Middle
Fork hat Kelsey "Best Slot" getauft und die zweiten
im Little Fork bezeichne ich mal (ganz originell...) als
"Second Slot".
Permit: Für den Besuch der
West oder East Side sowie für die Great Wall ist ein Backcountry
Permit erforderlich. Dieses erhält man für $5 beim
Upper(!) Antelope Canyon oder (am besten) im LeChee Tribal Office
an der Coppermine Rd., 3 mi südlich von Page (die kleine weiße
Holzhütte links neben dem großen Chapter House Gebäude):
www.navajonationparks.org/permits.htm.
Achtung: Entgegen aller Gerüchte gilt die am Antelope Canyon
entrichtete Navajo Nation Fee nicht für den Water
Holes Canyon! Am Trailhead darf nicht ohne backcountry permit
hinter der Windschutzscheibe geparkt werden. Wer hier ohne Genehmigung
steht, riskiert eine Strafanzeige, ein kostenpflichtiges Abschleppen
oder sogar eine Festnahme durch die Navajo Police!
Der Besuch des Best Slots und des Second Slots ist inzwischen ausschließlich
im Rahmen einer von Adventure Slot Hummer Tours geführten
Tour möglich (Stand: Mai 2008).

Über
diesen Teil des Water Holes Canyons gibt es nur wenig zu sagen, da
er für die meisten Besucher ohne technische Hilfsmittel bzw.
Kletterausrüstung nur auf einem sehr kleinen Bereich begehbar
ist. Ausgangspunkt ist der mit großen "No trespassing,
hiking permit required"-Schildern ausgewiesene Parkplatz
am Hwy. 89. Von hier geht es durch einen Zaun und kurz darauf rechterhand
in einer "Seitenrinne" knapp 30 Höhenmeter hinab in
die Schlucht. Dieser Abstieg ist nicht schwer und sollte bei Trockenheit
für jeden durchschnittlichen Wanderer leicht zu bewältigen
sein. Am Grund der Schlucht angekommen, wendet man sich nun flussabwärts,
d.h. nach rechts. Der Blick nach oben zeigt die Brücke des Hwy.
89 und kurz darauf kommt man zum ersten größeren dropoff.
Hier befindet sich noch ein Autowrack, das einst von der Brücke
hinunter in die Schlucht gestürzt ist. (Auf dem Bild scheint
leider die Sonne voll in die Schlucht hinein, aber ich lasse es vorerst
zwecks Anschaulichkeit im Bericht). Für viele wird das auch
schon der Umkehrpunkt sein, denn weiter geht es von nun an nur mit
einigen Klettereinlagen.
Steffen und Miro sind vor vielen Jahren mal an diesem Wrack hinuntergestiegen
und haben dann noch etwa die Hälfte der Schlucht bis zum Colorado
durchwandert. Immer wieder erschweren vertikale dropoffs
den Weg, die sich mit etwas Geschick und unter Zuhilfenahme der in
den Wänden befestigten großen Eisenklammern überwinden
lassen. Die beiden waren hier ohne technische Hilfsmittel unterwegs,
aber das möchte ich absolut niemandem empfehlen!
Spätestens nach rund einem Kilometer ist ohnehin "Schluss
mit lustig" ohne Ausrüstung. Von hier an folgt ein dropoff
nach dem anderen. Immer wieder gilt es 20 m oder gegen Ende sogar
über 100(!) m mit einem Seil zu überwinden. Aber auch der
Ausstieg kurz vorher, den Miro und Steffen gewählt haben, war
alles andere als ohne. Die Canyon ist hier so tief und steil, so dass
ich vor diesem Schluchtabschnitt nur warnen kann! Wer kein ausgesprochen
erfahrener Kletterer ist oder hier alleine unterwegs ist, der spielt
mitunter mit seinem Leben. Im September 2010 hat sich ein einsamer
Wanderer beim Abstieg über das Wrack den Knöchel gebrochen.
Hilfe eilte erst am folgenden Tag herbei und das auch eher durch Zufall
- der Durst, die Kälte und die Schlangen suchten ihn bereits
in der ersten Nacht heim... Auch wenn man hier nur wenige Meter von
einer Hauptstraße entfernt ist, so sollte man dennoch die Gefahren
eines Canyons nicht unterschätzen!
In
den sich östlich des Highways 89 erstreckenden Teil der Schlucht
gelangt man über dieselbe "Seitenrinne" wie zur West
Side (siehe Beschreibung oben). Unten angekommen, geht es dann allerdings
nach links weiter. Der Water Holes Canyon ist hier stellenweise nicht
sehr hoch und sieht zwischendurch eher wie ein trockenes Flussbett
aus. Aber nach einem bequemen, ca. 20 Minuten langen Spaziergang erreicht
man die schönen, etwa 150 m langen Engstellen. Wenn die hohen
Felswände nicht gerade gespickt von schwarzbehaarten Raupen oder
dunklen Faltern sind (beides schon erlebt ;-) ...), findet
man auch hier so das eine oder andere schöne Fotomotiv. Interessant
und ungewöhnlich sind die vielen Noppen im Sandstein. Hat es
zuvor länger nicht geregnet, ist die Schlucht trocken. Aber nicht
selten befinden sich in diesem Abschnitt schlammige Pools, die sich
mit nur wenig Geschick und etwas Kaminklettern relativ leicht überwinden
lassen. Dieser beste Teil der East Side endet an einem knapp 5 m hohen
dropoff. Wer hier noch weitergehen möchte, muss in der
Schlucht wieder kurz zurück gehen und bei der nächstbesten
Gelegenheit den Canyon verlassen, d.h. auf einer der beiden Seite
hinaussteigen. Das lohnt sich aber nur bedingt, da der Water Holes
Canyon im weiteren Verlauf eher einem langweiligen Flussbett gleicht.


Ein besonderer Leckerbissen erwartet alle, die am späteren Nachmittag
noch einmal zurückkehren. Wieder parkt man das Auto unmittelbar
vor der Brücke am Hwy. 89, nur geht es jetzt nicht hinab in die
Schlucht, sondern man folgt der nördlichen Canyonkante in Richtung
Osten. Kurz nach dem Zaundurchgang zeigt sie sich bereits in der Ferne,
die langgestreckte goldene Wand. Und keine 15-20 Minuten später
steht man schon unterhalb der Great Wall. Sie zierte im Frühjahr
2003 das Cover des Arizona Highways Magazins, aber selbst
die Ranger des Glen Canyon Visitor Centers konnten seinerzeit mit
der Angabe "near Page" nichts weiter anfangen.
2006 fanden wir den entscheidenden Hinweis "Water Holes Canyon"
auf einer amerikanischen Webseite und ein neues kleines Highlight
für unsere nächste Tour stand fest. Am Abend des 29. März
2007 standen wir vor der beeindruckenden Wand. Wind und Wasser haben
hier ganze Arbeit geleistet. Wie eine überdimensionale Second
Wave (siehe Coyote Buttes Bericht)
aus goldenem Sandstein erstreckt sie sich auf einer Länge von
über 100 m (N 36°50'02'', W 111°30'04'').
In unmittelbarer Nähe hat Steffen noch einen netten Arch
"entdeckt". Außerdem gibt es hier wieder einige "wandernde
Steine" auf kleinen Sockeln.
(Great Wall ist kein offizieller sondern nur ein fiktiver
Name, den ich dieser grandiosen Wand verliehen habe.)
Bilder von der Great Wall - CLICK PHOTO FOR
ENLARGEMENT


Der Best Slot ist in etwa vergleichbar mit dem Upper
Canyon X - ähnlich in der Höhe sowie von den Farben
und Formen her, aber viel länger. Und damit gibt es auch mehr
Motive! Mit der einzigartigen Schönheit des Lower
Antelope Canyon kann er meiner Meinung nach leider nicht ganz
mithalten, dem Upper Antelope macht er aber harte Konkurrenz. Vor
allem findet man hier noch das, nachdem man sich als Fotograf und
Naturliebhaber anderorts so sehr sehnt: andächtige Ruhe und herrliche
Stille. Als wir im Second Slot unterwegs waren, durften wir sogar
den einsamen Rufen einer Eule lauschen. Es war vermutlich eine Great
Horned Owl, aber gesehen haben wir sie leider nicht.
Bilder aus dem Best Slot - CLICK PHOTO FOR
ENLARGEMENT

Bei unserem letzten Besuch haben wir auch einen kurzen Abstecher in
den Second Slot gemacht, der den offiziellen Namen Passage
Canyon trägt. Es dauert ca. 20 min und man steht am
Eingang der Schlucht, die von einem mächtigen chokestone
versperrt wird. Hier heißt es die "durch den Sand Krabbeltechnik"
anzuwenden. ;-)
Wie lange die Schlucht dahinter sein mag, das kann ich nur schwer
abschätzen. Aber auf jeden Fall lang genug, dass man viele Motive
finden wird. Vielleicht 400 Meter? Kelsey bezeichnet den Canyon als
"nothing special", dem kann ich nicht bedingungslos
zustimmen, selbst diese Schlucht hat ihre schönen Abschnitte!
Man braucht nur das entsprechende Licht bzw. indirekte Glühen,
das wir wetterbedingt leider nicht hatten... ;-(
TIPP! Wer sich von der Schönheit dieses Passage
Canyon überzeugen möchte, schaut mal auf die Seite von Thierry.
Er beschreibt darüber hinaus auch einen weiteren Canyon, der
im Zuge der geführten Touren besucht wird, den wunderschönen
Staircase
Canyon.
Bilder aus dem Second Slot - CLICK PHOTO FOR
ENLARGEMENT

Fazit: Der Besuch des Water Holes Canyon
(allen voran der East Side, der Great Wall und des Best Slots) lohnt
sich. Dem Preis-Leistungsverhältnis bei den Adventure
Slot Hummer Tours stehe ich persönlich noch etwas skeptisch
gegenüber. Aber die Touren haben auch ihren Vorteil gegenüber
anderer Canyons! Immerhin sind sie billiger als die Canyon X Touren
und trotzdem muss man die Schlucht nicht mit hunderten anderen teilen.
Ungestört kann man dann sein Stativ aufstellen, die vielfältigen
Strukturen an den Felswänden studieren, den Wechsel des Farbenspieles
beobachten oder einfach die Seele baumeln lassen. In den Schluchten
rund um Page hat das ja mittlerweile Seltenheitswert! ;-)
Fototipp: Die East Side ist wesentlich
besser ausgeleuchtet als der Antelope Canyon. Hier ist ein Besuch
am frühen Vormittag empfehlenswert. Vielleicht auch der spätere
Nachmittag, aber da waren wir noch nie in dieser Schlucht. Die Great
Wall ist eine typische sunset location und für den Best Slot
gilt dasselbe wie für den Upper Antelope: Mittagszeit! Der Second
Slot ist wieder deutlich offener und weniger tief, so dass sich der
Besuch auch nachmittags noch lohnt.
Ansonsten, das übliche in Slot Canyons: Stativ, Kabelauslöser,
kein Flash und darauf achten, dass keine zu hellen Bereiche ins Bild
kommen.
Links: Helge und Susi sind schon
mal vom Parkplatz am Hwy. 89 zum Best Slot gegangen und haben diese
Wanderung schön in Wort und Bild festgehalten. Hier der Link
zu ihrem langen und schönen Bericht.
Beste Jahreszeit: Es heißt,
die günstigste Zeit um Slot Canyons einen Besuch abzustatten
sind die Frühlings- und Herbstmonate, denn die Winter können
sehr kalt sein und die Sommer extrem heiß. Vor allem im Juli
und August ist die Gefahr von starken Gewittern mit Sturzfluten sehr
groß. Laut Statistik sind die trockensten Monate der Mai und
Juni.
Einen kleinen Widerspruch gibt es jedoch von meiner Seite und zwar
betrifft es den Winter: Ende Januar und Anfang Februar war es dieses
Jahr traumhaft schön in Page. Es lag kein Schnee am Boden der
Schluchten im Antelope Creek oder des Water Holes Canyon. Außerdem
war keineswegs unangenehm kalt zwischen den engen Wänden. Und
ich friere normalerweise sehr, sehr leicht! ;-)
Übernachtung: siehe Page,
AZ
Update 03.04.08: Der Besuch
dieser zwei Schluchten veranschaulicht wieder einmal die Absurditäten
und Widersprüchlichkeiten, was Locations auf Indianerreservatsboden
betrifft. Man sollte sich am besten immer vor Ort erkundigen, was
der derzeitige Stand der Dinge ist, denn dieser ändert sich allen
Anschein nach oftmals schlagartig von heute auf morgen. Nur so kann
man wirklich nichts falsch machen und sich im Zweifelsfall auf den
Auskunftsgeber berufen.
Das backcountry permit galt früher für den gesamten
Water Holes Canyon, d.h. von jenem Bereich an der Coppermine Road
bis hinunter an den Colorado. Und so haben wir uns bei unseren ersten
Besuchen keinerlei Gedanken darüber gemacht. Dann kamen aber
immer wieder Gerüchte auf, vor allem wenn Leute die Erlaubnis
beim Upper Antelope Canyon abgeholt haben, dass man nur vom Hwy. 89
starten darf und dass die Gegend jenseits der Hochspannungsleitungen
Tabu wäre. Dass war sicherlich der Grund, warum Kelsey in seinem
neuesten Buch (Canyon Hiking Guide to the Colorado Plateau, 5th
Edition) plötzlich eine Empfehlung für die Permitbeschaffung
abgegeben hat: man soll nur nach einem hiking permit für
den Water Holes Canyon fragen und dann "end of conversation".
Als wir allerdings zuletzt am 7. Februar 2008 im LeChee Tribal Office
waren, wollten wir uns erkundigen, wie die Sachlage tatsächlich
ist. Ich wollte endlich wissen, was hier legal ist und was nicht.
So habe ich die Dame dort ohne Umschweife und ganz direkt darauf angesprochen.
Nicht nur wegen dem Best Slot, ich habe sie ganz konkret nach dem
Parkplatz gefragt, den man laut Kelseys Beschreibungen über die
Coppermine Road erreicht. Ihre Aussage kam etwas zögernd, war
dann aber sehr eindeutig. Das permit gilt für den gesamten
Water Holes Canyon und auch der Best Slot ist ein Teil davon. Das
einzige Problem bei dieser Zufahrt sei, dass die dirt road
an einer private property vorbeiführt. Aber wenn es
keinen stört, dass wir da entlang fahren und uns keiner sagt
wir sollen gehen, dürfen wir dort auf Kelsey´s Parkplatz
auf dem kleinen Plateau oberhalb der Schlucht abseits der Coppermine
Rd. unser Auto abstellen. Wir freuten uns über ihre Aussagen
und machten uns erneut auf den Weg in die schöne Schlucht. :-)
Das war aber wie gesagt Anfang Februar... Mitte
März 2008, keine 1,5 Monate waren vergangen und schon bekommt
man beim Upper Antelope Canyon mit den permits sogar eine
Karte, auf der die powerlines als Grenze eingezeichnet sind.
Und nicht nur das, von einer anderen Indianerin im LeChee Tribal Office
gibt es nun eine absolut konträre Aussage zu der, die wir vor
wenigen Wochen erhalten haben. Das permit gilt angeblich
nur vom Hwy. 89 aus und man solle sich "auf keinen Fall im Best
Slot erwischen lassen". Noch letztes Jahr haben wir einen Adventure
Slot Hummer Tour Guide mit zwei Besuchern dort angetroffen. Er hat
uns lediglich kurz gefragt, ob wir ein permit hätten,
und da diese vorhanden waren, stellte unsere Anwesenheit für
ihn auch kein Problem dar. Also nicht ansatzweise ein „lass
dich dort ja nicht erwischen“, sondern das ganze Gegenteil,
der Guide war äußerst nett und freundlich.
Nun kann man eigentlich nur noch spekulieren. Gab es da mittlerweile
ein Umdenken, weil die Touranbieter (in weißer Hand) um ihr
Geschäft fürchten, wenn alle Besucher auch für $5 in
die Schlucht dürfen? Oder bekommt man womöglich, wenn man
in zwei Monaten an der Tür vom LeChee Tribal Office anklopft,
wieder eine neue ganz anders lautende Aussage? Ausschließen
möchte ich da mal grundsätzlich gar nichts... :-(
Update 12.04.08:
Freunde von uns haben sich Ende März ein permit für den
Water Holes Canyon im LeChee Tribal Office geholt. Hier war wieder
mal keine Rede von irgendwelchen Tabus. Und auch im Canyon haben sie
einen Guide von Slot Hummer Adventures getroffen und dieser war ebenso
freundlich wie jener, den wir letztes Jahr dort drinnen getroffen
haben. Aufgrund der jedoch sehr unterschiedlichen Erfahrungen habe
ich meine GPS-Daten für den Best Slot, den Second Slot und den
zweiten Parkplatz nicht mehr online.
Update 20.05.08:
Inzwischen scheint es tatsächlich keinerlei backcountry permits
zu geben für den Best Slot. Auch vom LeChee Tribal Office gibt
es jetzt immer klare Hinweise, dass man am Hwy. 89 parken muss und
die powerline-"Grenze" nicht überschreiten darf. Schade
um diesen Canyon! Er ist zwar (noch immer) deutlich billiger als der
Canyon X, aber ob er das Geld wert ist bei der Fülle an Sehenswürdigkeiten
im Südwesten, das muss jeder selbst entscheiden. Es gibt im Gebiet
des G.S.E.N.M. (fernab jeglicher Indianerreservate), rund um Hanksville
und in der Nähe des Zion N.P. so viele schöne Schluchten,
deren Besuch sogar vollkommen kostenlos ist. Uns wird man jetzt wohl
eher wieder im Antelope Canyon,
Kanarra
Creek, Buckskin Gulch oder Peek-a-boo Slot antreffen. ;-)
Update 30.03.09:
Ab sofort sollen angeblich Permits für den Waterholes Canyon
ausschließlich in LeChee ausgestellt werden. "Außerhalb
der Saison" hat das Tribal Office nur zwischen 8:30 und 12:00
geöffnet, so dass Besucher, die erst nachmittags in Page ankommen,
derzeit keine Chance haben ein Permit für den gleichen Tag zu
erhalten. Danke Michael für diesen Hinweis!
Update 21.01.10:
Das Durcheinander hat seine Fortsetzung ;-) und wieder bekommt man
das Permit doch auch wieder am Upper Antelope. Danke Sabine für
diesen aktuellen Hinweis! Auch im September 2010 war dies der Fall,
danke Jürgen für das Update!
Update 04.04.11:
Auch 2011 gibt es eine Fortsetzung des ewigen Hin und Hers. Im März
bekam man die Permits wieder nur in LeChee (lieben Dank für das
Update, Ilona!) und am 2. April wiederum beim Upper Antelope, besten
Dank für die Rückmeldung, Fredy!
Update 11.05.11:
Kaum zu glauben, aber auch jetzt werden von den Navajos gelegentlich
noch Permits für den oberen Teil "the upper section,
where it splits into several forks" ausgestellt und das
gänzlich ohne Hinweis, dass man da nicht hindarf. Ich kann aber
nur jedem davon abraten! Wer in den oberen Canyons außerhalb
der geführten Touren von Adventure Slot Hummer erwischt
wird, dem droht laut deren Aussage eine Festnahme durch die Navajo
Police. Thanks for the update, John!
© 15.03.2008 Isabel Synnatschke
Last Update 04.08.2011