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Unterwegs im Land der Granitfelsbögen...   


Lage:
westlich der Ortschaft Lone Pine im Owens Valley, Zentralkalifornien; Map

Allgemeines/Anfahrt: Zu Füßen des höchsten Berges Kaliforniens und der Lower 48 Staaten, dem 4420 m hohen Mount Whitney, erstreckt sich die 120 km² große, 1969 gegründete Alabama Hills Recreation Area. Sie birgt eine Wunderwelt aus abgerundeten, seltsam erodierten Granitblöcken. Weit über 300 Felsbögen sollen sich hier verbergen und nur die allerwenigsten tragen bislang einen offiziellen Namen. Dieses kleine Paradies für Naturfotografen, Kletterer und Archhunter erreicht man über die Whitney Portal Road, welche den Hwy. 395 in Lone Pine mit dem Mt. Whitney Portal verbindet. Die meisten Arche befinden sich an der unbefestigten Movie Flat Road, die sich ca. 2,5 mi westlich der Ortschaft in Richtung Norden wendet (36°35'44''N, 118°06'31''W), sowie an der asphaltierten Horseshoe Meadows Road, die 0,4 mi später nach Süden abzweigt (36°35'40''N, 118°06'57''W). Die Movie Flat Road ist eine gut instand gehaltene dirt road und meist - sofern es nicht kurz zuvor geregnet hat - durchaus mit einem PKW befahrbar. So manche Seitenpiste kann allerdings ein besseres Fahrzeug erfordern (high clearance oder SUV).
GPS-Koordinaten in WGS84/NAD83
; GPS-Koordinatenkonverter; Tipp: Die Koordinaten lassen sich auch in die Google Earth Suche eingeben und man "fliegt" zum gewünschten Ziel!

 

Alabama Hills Mobius Arch
Der Mobius Arch und die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada


Der hier exponierte, beigefarbene Fels besteht größtenteils aus rund 90 Mio. Jahre altem Granit, der von Wind, Wasser und Eis abgerundet, stellenweise aufgesprengt und ausgehöhlt wurde. Es ist exakt dasselbe Material, wie man es oben an der Spitze des Mt. Whitneys antrifft. Das umliegende orangefarbene Owens Valley Gestein ist noch älteren Datums und vulkanischen Ursprungs (ca. 150-200 Mio. Jahre alt).
Der Name "Alabama Hills" führt zurück in die Zeit des Bürgerkriegs, als Minenarbeiter diese Gegend nach einem bekannten Kriegsschiff der Konföderierten (C.S.S. Alabama) benannten. Anfang der 1920er Jahre entdeckte die Filmindustrie und die Werbebranche die skurrile Landschaft. Bis in die heutigen Tage werden hier unzählige Werbespots, Hollywood Blockbuster und so manch bedeutende Streifen gedreht.
Nicht nur die Movie Flat Road verschafft Zugang zu den ehemaligen Drehorten sondern auch die Tuttle Creek Road, die bereits 0,5 mi von dem Hwy. 395 entfernt von der Whitney Portal Road nach Süden abzweigt und über den Sunset Drive später in die Horseshoe Meadows Road einmündet.

Alabama Hills Map


Unsere Besuche:
Mein erster Ausflug in die Alabama Hills liegt nun schon 10 Jahre zurück. Seinerzeit konnte man im Internet so gut wie keine Informationen über diese Gegend finden. Der einzige Anhaltspunkt, den ich hatte, war ein Absatz im Reiseführer "USA - der ganze Westen" (Reise Know-How Verlag), in dem die eigenartige Granitfelslandschaft sowie der Mt. Whitney erwähnt waren. Von den unzähligen, herrlich fotogenen Felsbögen wusste ich damals noch nichts und so fuhren wir primär in die Alabama Hills um den imposanten Berg etwas näher zu kommen. Enttäuscht, dass der Mt. Whitney Mitte Juni vollkommen schneefrei war, findet man in meinem Tagebuch folgenden ernüchternden Vermerk: "skurrile beigegraue Granitfelsbrocken vor einer leider im grellen Mittagslicht nicht sehr beeindruckenden grauen Bergkulisse".
Wie sich solch erste Wahrnehmung doch gewaltig ändern kann...

10 Jahre später war es soweit und Ende März 2007 verschlug es mich erneut in diese Gegend. Im Web waren zwar noch immer keine Infos zu den ganzen Felsbögen zu finden, aber wir hatten ein Foto von einem tollen "Mobius Arch" gesehen und das machte uns neugierig. Als Steffen und ich am frühen Nachmittag in Lone Pine eingetroffen sind, machten wir uns sofort auf den Weg ins Besucherzentrum und wir erhielten dort ein paar Kopien von Seiten, die noch eindeutig mit einer Schreibmaschine verfasst worden waren. Sehr informativ war der Text auch nicht, leider alles nur sehr vage Beschreibungen...

Lediglich die GPS-Koordinaten des Mobius Arch waren uns bekannt, ansonsten waren wir ganz auf uns alleine gestellt. Es sollte eine richtige Erkundungstour werden, also eigentlich eh ganz nach unserem Geschmack! ;-) Der Himmel war leider recht bedeckt und auch sonst ließ das Wetter sehr zu wünschen übrig, so haben wir zunächst die Zeit genutzt um etwas querfeldein zu scouten immer auf der Suche nach Unbekanntem. Erst am späteren Nachmittag sind wir - immer dem Pfeil auf unserem GPS-Gerät folgend - zu dem Mobius Arch. Seine Spannweite von knapp 3,5 m mag vielleicht recht klein im Vergleich zu den Bögen im Arches NP erscheinen, aber er ist dennoch ausgesprochen fotogen.

 
Alabama Hills Mobius Arch Sunrise
Alabama Hills Heart Arch
Predawn at Mobius Arch
Heart Arch


Von Lone Pine aus erreicht man den Mobius Arch (36°36'49"N, 118°07'33"W) am schnellsten über die Whitney Portal Road. Vom ausgeschilderten Abzweig an der CA-395 geht es auf dieser Straße zunächst in Richtung Westen und nach rund 2,5 mi rechts auf die Movie Flat Road. 1,5 mi später gelangt man zu einer Y-Kreuzung (36°36'38''N, 118°07'33''W). Die Piste nach rechts führt bereits nach wenigen Metern zum offiziellen Parkplatz auf der linken Straßenseite (36°36'41''N, 118°07'30''W). Update 2008: Auf den Satellitenbildern von Google Earth sieht man mittlerweile sogar ein parkendes Auto. 2008 wurde zum Mobius Arch ein Weg angelegt, der "Alabama Hills Arch Trail". Früher gestaltete sich die Suche nach dem Felsbogen etwas schweieriger, aber mittlerweile heißt es "Stay on the trail!" und ein sich Verlaufen ist ausgeschlossen. Luftlinie sind es 260 m, der Bogen versteckt sich jedoch hinter den Felsen.

Ich habe dort bei unserem ersten Besuch im Frühjahr 2007 zuerst den kleinen Lathe Arch entdeckt. Und wenn man hier um den Felsblock herumgeht, ist man am Ziel (Mobius Arch) eingetroffen. Nachmittags liegt die Bergkulisse hinter beiden Bögen zwar im Gegenlicht, ein Besuch ist aber auch dann empfehlenswert. In die Gegenrichtung macht der Mobius Arch ebenfalls keine schlechte Figur (Bild 02) und wenn die Sonne gegen 6 PM direkt hinter der hohen Sierra untergeht, kann man hier eine Art "Mesa Arch sunrise" nachahmen (Bild 05), wenn der Himmel nicht ganz so wolkenlos ist wie bei uns. Der Lathe Arch gefällt mir persönlich spät nachmittags mindestens so gut wie früh am Morgen.

Der Lathe Arch (36°36'48"N, 118°07'33"W) ist dermaßen niedrig, dass man ihn trotz seiner Spannweite von 4 m nur allzu leicht übersehen kann. Der Felsbogen umrahmt früh morgens neben dem Mt. Whitney auch den 3945 m hohen Lone Pine Peak. Anmerkung zu der Spannweite: Ich habe diese Angabe mittlerweile sowohl auf der Bob´s Arches Seite als auch bei archesuk.com gefunden. Steffen und mir erscheinen diese Maße im Falle des Lathe Arch viel zu groß und nicht korrekt. Auf mehr als 1,5-2 m hätten wir ihn nicht geschätzt. Nächstes Mal messen wir selber nach! ;-)

Vor der Y-Kreuzung befindet sich ein weiterer kleiner Felsbogen rechter Hand der Straße, der aufgrund seiner Lage - eine Meile von der Whitney Portal Road entfernt - die inoffizielle Bezeichnung Mile Arch erhielt. Nicht zu übersehen ist der Heart Arch, eine kleine herzförmige Steinformation unmittelbar neben der Movie Flat Road nordöstlich vom Mobius Parkplatz (siehe Foto oben rechts; 36°36'43''N, 118°07'26''W). Gleich dahinter versteckt sich noch ein eher unscheinbareres Felsloch, der Behind the Heart Arch.

 

Alabama Hills Sierra Arch
Alabama Hills Standing Rock


Sehr gut gefällt mir der unter den Namen Eye of Alabama bekannte Arch (Bild 09; 36°36'58'' N, 118°07'00'' W). Er ist schön sichtbar hoch oben am Hügel rechter Hand der Movie Flat Road (etwa 2,2 mi vom Abzweig von der Whitney Portal Road entfernt). Jenseits der Anhöhe zwischen den Steinen weiter in Richtung Südosten befindet sich der Jewel of Alabama, vermutlich eine "natural bridge". Auch viele weitere kleine Bögen verbergen sich in diesem Felslabyrinth.
Folgt man der Movie Flat Road noch für 0,7 mi in Richtung Nordosten und zweigt dann auf die Piste, die nach Osten führt ab (36°37'21'' N, 118°06'51'' W), gelangt man nach weiteren 0,4 mi zum Ausgangspunkt der Wanderung zum Charred Arch (linker Hand der Straße). Mit einer Spannweite von 5,6 m zählt er wohl zu den größten in den Alabama Hills. Wer auf diesem Abzweig von der Movie Flat Road nach 0,6 mi parkt (36°37'03'' N, 118°06'30'' W) und in Richtung Südosten den Hang hinunter wandert, kann sich auf die Suche nach 9 weiteren Felsbögen begeben. Dies ist die Beschreibung, die ich den Unterlagen vom Visitor Center entnommen habe, für einen Besuch des Charred Arch reichte bei uns leider die Zeit nicht.

Einen weiteren bereits mit einem Namen versehenden Arch erreicht man in etwa 4,4 mi von der Whitney Portal Rd entfernt, über eine Piste die nach links von der Movie Flat Road abzweigt (36°38'05'' N, 118°07'51'' W). Der Boot Arch ist so markant und freistehend, dass man ihn rechter Hand dieser Seitenstraße gut erkennen kann (Bild). Früh morgens zeigt er sich von seiner schönsten Seite. Kurz haben wir überlegt, ob wir zu ihm hinwandern sollen, aber irgendwie hat uns das Gegenlicht dann doch zu wenig motivieren können... ;-)

Wir sind stattdessen weitergefahren zu dem für mich großartigsten Granitbrocken der Alabama Hills, dem Cyclop's Skull Arch, einem "Double Arch" oder genaugenommen sogar dreifachen Arch (Bild 04; 36°37'48''N, 118°08'07''W). Die ungefähre Lage dieses skurril ausgehöhlten Felsens verriet uns Nachtfotografspezialist Jerry Day. Auf ihn führt auch die inoffizielle Namensgebung zurück. Die Bilder, die er auf seiner Website präsentiert, hatten mich veranlasst ihn anzuschreiben - allen voran sein absolut geniales Nachtfoto vom Cyclop´s Skull. Es stellte sich bald heraus, dass wir einen gemeinsamen Freund hatten. Es war Laurent, mit dem Jerry letztes Jahr die Mesa Verde Centennial Celebration genießen durfte. Die Welt ist zuweilen kleiner, als man glaubt! ;-)
Die oben beschriebene Stichstraße zum Boot Arch führt nach etwa 0,6 mi zum Ausgangspunkt der Cyclop Tour (kein offizieller Parkplatz!). Der große Dreifachbogen versteckt sich zwischen den Felsen und ist von der Straße aus nicht sichtbar. Da er aber Luftlinie keine 150 m von der Straße entfernt liegt, ist er - wenn man weiß, was man suchen muss - relativ leicht zu finden. Und mit einem Ausdruck von Google Earth kann man ihn eigentlich nicht verfehlen! ;-)

Wer unter diesem einzigartigen Arch steht, wird wohl einen Gedanken nicht verdrängen können: Wie viele ebenso skurrile Bögen mögen sich noch zwischen all den runden großen Granitbrocken zu Fußen der Sierra Nevada verbergen? Es gibt hier noch extrem viel zu sehen und - wer weiß - auch zu entdecken! Ein wahres Paradies und nicht nur für Archhunter!

 

Alabama Hills Cyclop's Skull Arch
Alabama Hills Miss Alabama
In den Fängen des Cyclops (links) und kurzer Stopp bei der Miss Alabama (rechts)


Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits kurz nach 6 AM und keine 10 Minuten später waren wir on the road. Den Mobius Arch erreichten wir noch bei predawn. Es war wunderschön hier draußen zu so früher Stunde. Einsam und alleine - kein Mensch, kein Fotograf weit und breit. Der Himmel, der Bogen und die Sierra tauchten langsam in ein rötliches Licht (Bild 11). Gegen 6:45 AM wurden die Bergspitzen von den ersten Sonnenstrahlen erfasst und begannen zu glühen. Bis der Mobius Arch selber beleuchtet wird, dauert es noch gute 25 Minuten. Allerdings finde ich zu dieser Jahreszeit den harten Schatten nicht unbedingt fotogen, zumal die untere Bildhälfte dann viel zu dunkel ist. Selbst als die herrlichsten Wolken aufzogen um 7:45 AM, lag der untere Teil des Steinbogens leider noch ganz im Schatten. Für Panorama Aufnahmen jedoch ein absolut perfekter Zeitpunkt (siehe 1. Bild ganz oben).
Der komplette Mobius Arch lässt sich ohne störenden harten Schatten zu der Jahreszeit erst nach 9 AM aufnehmen, wenn das warme Licht eigentlich schon wieder Vergangenheit ist.

Selbstverständlich sollte man den Lathe Arch bei solch einem Morgenshooting nicht vergessen. Wir haben gleich mehrere Male unsere Stative verstellt. So steht man sich auch gegenseitig nicht so sehr im Weg. Denn wenn beim Mobius schon kaum 2-3 Fotografen Platz nebeneinander haben für das perfekte Motiv, so ist es beim Lathe noch dramatischer. Aufgrund seiner geringen Größe kann man ihn nur nacheinander fotografieren und nicht gleichzeitig. Wer also einen Tag erwischt, an dem mehrere Fotografen die berühmtesten Motive der Alabama Hills bei sunrise ablichten möchten, könnte es unter Umständen etwas ungemütlicher zugehen als bei unserem Besuch. ;-)

 

Alabama Hills Lathe Arch
Sonnenaufgang beim Lathe Arch


Als wir dann schon fast fertig waren mit unserer Fotosession bei den zwei Felsbögen, überraschte uns ein "Steffen and Isa?". Es war Jerry Day, mit dem wir uns hier in den Alabama Hills treffen wollten. Er hatte bereits am Vorabend sein umfangreiches Equipment aufgebaut und ein paar Nachtaufnahmen gemacht. Unseren Flur schmückt seit dem Treffen seine herrlich ausgeleuchtete Fallen Roof Ruin. Vielen Dank nochmal an Jerry für dieses wunderschöne Hochzeitsgeschenk! :-)
Wir verweilten noch ein wenig beim Mobius Arch und besuchten dann zum zweiten Mal jenen seltsamen Stein, den ich ganz besonders in mein Herz geschlossen hatte, Jerry seinen Cyclop´s Skull Arch. Leider war der Himmel schon sehr zugezogen, die Wolkendecke wurde immer dichter. So verweilten wir nicht lange vor Ort und fuhren zurück nach Lone Pine. Wir mussten alle drei noch schnell unter die Dusche, auschecken und Jerrys Frau abholen, die in der Früh lieber im Comfort Inn etwas länger geschlummert hatte. :-)

Wieder zurück in den Alabama Hills legten wir zunächst einen kurzen Stopp bei dem großen bemalten Granitbrocken ein, der Miss Alabama (alias "Smiling man", "The visible man" oder "Face rock"; 36°35'47''N, 118°05'57''W; Bild 10). Update Juli 2008: Die Bemalung dieses Steins scheint immer wieder zu variieren. Dieses Frühjahr sah er eher nach einem "grimmigen Mister Alabama" aus.
Anschließend haben wir uns mit Kim und Jerry gegen 10:30 AM beim Parkplatz zum Whitney Portal Arch getroffen (36°35'43''N, 118°09'11''W). Dieser herrliche Felsbogen mit einer Spannweite von knapp 2 m befindet sich unweit der gleichnamigen Straße und ist sowohl im Morgenlicht (Bild 06) als auch im Abendlicht sehr schön. Von Lone Pine folgt man hierfür der Whitney Portal Road für etwa 5,3 mi und stellt sein Auto in der größeren Parkbucht rechter Hand der Straße ab. Zu Fuß geht es durch einen Zaun, dann über die Brücke des Lone Pine Creek und am anderen Ufer nach links entlang des Zaunes. Eine Steinpyramide markiert den Weg weiter in Richtung Norden. Sobald man einen sandigen wash erreicht, zeigt sich der markante Bogen bereits in der Ferne und ist nicht mehr zu verfehlen (36°36'08''N, 118°09'21''W). Luftlinie sind es vom Parkplatz ca. 800 m. Archhunter werden hier auch noch weitere Felsöffnungen entdecken.
Für die besten Aufnahmen des Whitney Portal Arch muss man sich meiner Meinung nach etwas verrenken und sich dabei über eine (am Foto unten rechts nicht sichtbare) tiefe Felsspalte nach vorne beugen bzw. abstützen. Aber es lohnt sich, da dieser Arch nur so den Mt. Whitney herrlich umrahmt (Bild 01).

 

Alabama Hills Mobius Arch
Alabama Hills Whitney Portal Arch
Abends beim Mobius Arch
Jerry und Steffen in action... ;-)


Über die Movie Flat Road erreicht man noch zahlreiche weitere interessante Formationen, z.B. den eher unscheinbar zwischen Felsen eingebetteten Hitching Post Arch (36°36'11''N, 118°06'25''W) oder den glockenförmigen Taco Bell Arch (36°36'09''N, 118°06'24''W). 0,2 mi nördlich der Whitney Portal Road biegt man nach rechts ab und folgt dieser Piste immer geradeaus für 0,3 mi. Hier geht es nach links, nach weiteren 0,2 mi nach rechts und unmittelbar darauf wieder nach links. Der Ausgangspunkt für den Ausflug zum Taco Bell Arch befindet sich rechter Hand der Straße 0,6 mi von der Movie Flat Road entfernt. Knapp 70 Meter nördlich davon versteckt sich der Hitching Post Arch. Auch auf Google Earth lässt sich der Straßenverlauf schon sehr gut nachverfolgen.

Über die Horseshoe Meadows Road, die 3,3 mi westlich von Lone Pine von der Whitney Portal Road nach Süden abzweigt (36°35'40''N, 118°06'57''W), erreicht man nach ca. 0,6 mi zwei weitere Felsbögen sowie das Gunga Din Monument. Dieses Denkmal erinnert an die Dreharbeiten zur Verfilmung von Rudyard Kiplings Roman "Gunga Din". Irgendwie amüsant der Gedanke, dass hier im Jahr 1938 Hunderte von Soldaten durch "Nordindien" ritten (Info). Die Filmbesatzung, zu der auch Cary Grant und Douglas Fairbanks Jr. zählten, schlug an der Movie Flat Rd. für mehrere Wochen ihre Zelte auf.
Den Gunga Din Arch sieht man unmittelbar hinter dem Denkmal und auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt der von bunten Flechten übersehene Palette Arch. Wer hier die nähere Umgebung durchstreift, wird noch so die eine oder andere kleinere oder größere Felsöffnung entdecken.

Wir wünschen Euch auch ganz viel Spaß bei Euren Erkundungen in den Alabama Hills. Und vielleicht hilft Euch ja unser Bericht ja ein klein wenig dabei!
Isa & Steffen

 

 

DIE ALABAMA HILLS ALS HOLLYWOODKULISSE

Der Begriff Movie Road stammt von den unzähligen Filmen, die bereits in den Alabama Hills gedreht wurden, über 300 sollen es sein. Auch während unseres Besuchs, waren Dreharbeiten zugange. Laut der Securitykraft, die vor dem Movie Set Wache hielt, handelte es sich um die Kulisse zu Ironman mit Robert Downey Jr. und Gwyneth Paltrow. Der Blockbuster wird erst 2008 in die amerikanischen Kinos kommen.
Zu den bekannten Streifen, die bereits hier gedreht wurden, zählen "Maverick" mit Mel Gibson, "GI Jane" mit Demi Moore oder "Gladiator" mit Russell Crowe sowie ältere Filme mit den Hollywoodlegenden John Wayne, Humphrey Bogart, Kirk Douglas, Cary Grant, Errol Flynn und Gregory Peck. Legendär auch der Film "The Great Race" (Das große Rennen) aus dem Jahr 1965, in dem das Rennauto von Natalie Wood in den Alabama Hills versagte und da Professor Fate (Jack Lemmon) ihr nicht helfen wollte, täuschte sie für den großen Leslie (Tony Curtis) mitten auf der Straße eine Ohnmacht vor.
Einen Plan mit den Movielocations erhält man im Visitor Center oder online hier bzw. hier.
Jedes Jahr wird in Lone Pine das dreitägige "Lone Pine Film Festival" am Columbus Day Wochenende im Oktober abgehalten. Meist finden sich zu dem Zeitpunkt zahlreiche Mitarbeiter der hier gedrehten Filme sowie bekannte Schauspieler in der kleinen Ortschaft ein. An die 120 Plakate werden an den original Filmschauplätzen aufgestellt und geben Einblick in die Dreharbeiten.
Wer sich näher für dieses Thema interessiert, kann die übrige Zeit im Jahr auch dem 2006 eröffneten Lone Pine Film Museum einen Besuch abstatten.




Höhenlage: 1400 m

Information: Ein kurzer Stopp im Visitor Center von Lone Pine an der Kreuzung zw. den Highways 395 und 136 lohnt sich. Dort gibt es Wegbeschreibungen zu einigen Felsbögen sowie den Plan für die Movie Sets Rundtour. Weitere Informationen erhält man darüber hinaus beim BLM in Bishop:
Bureau of Land Management Bishop Office,
351 Pacu Lane, Bishop, CA 93514; Tel: (760) 872-5000;
Web: http://www.blm.gov/ca/st/en/fo/bishop/scenic_byways/alabamas.html

Wichtige Hinweise: In den Alabama Hills befinden sich noch viele Überreste aus Zeiten des Bergbaus, vor allem in der Nähe der Tuttle Creek Road sowie rund um die Old Abe Mine im Norden der Recreation Area. Die Minenschächte und Tunnel sind extrem einsturzgefährdet und sollten im Sinne der eigenen Sicherheit nicht betreten werden.
Auch zwischen den Felsen heißt es aufpassen, denn in den entlegeneren Ecken des Owens Valley sind u.a. Skorpione und Sidewinder Klapperschlangen beheimatet.

Pflanzenwelt: In den sandigen Hügeln der Alabama Hills gedeihen vorwiegend cholla, beavertail und prickly pear Kakteen sowie Beifuß. Im Frühling blühen der dunkelrote indian paintbrush und das scarlet locoweed. Die schönen cottonwood Bäume entlang des Tuttle Creeks verfärben sich Ende Oktober gelb.

Nähere Umgebung: Nur wenige Minuten Autofahrt von den ariden, wüstenhaften Alabama Hills entfernt taucht man in eine völlig andere Welt ein, in eine grüne Oase aus hochgewachsenen Nuss- und Gelbkiefern mitsamt plätschernden Kaskaden. Mt. Whitney Portal ist Ausgangspunkt von Klettertouren und Wanderungen in der Sierra Nevada.

Übernachtung: In Lone Pine gibt es eine kleine Auswahl an Motels, allesamt aber nicht gerade günstig. Das Comfort Inn hätte über $100 für eine Nacht gekostet und das National 9 Inn über $80. Wir haben uns dann für das preiswerteste entschieden, das sehr einfache El Portal Motel. Für $49 bekommt man dort ein Zimmer mit Dusche, Mikrowelle und Kühlschrank. Den Zustand des Motels würde ich umschreiben mit einem "alt aber durchaus noch ok".
Einen großen schönen Campingplatz gibt es 13 mi westlich von Lone Pine am Ende der Mt. Whitney Portal Rd. sowie am Diaz Lake südlich des Ortes. Sehr gut soll auch der Tuttle Creek Campground sein.

 

© 01.07.2007 Isabel Synnatschke       Last update 15.08.2011

 

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