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Eine Schlucht, fünf große Highlights

Lage: Der Water Holes Canyon liegt innerhalb der Navajo Indian Reservation ca. 6 mi südlich der Stadt Page und erstreckt sich zwischen der Coppermine Road (IR-20) im Osten und dem Colorado River im Westen. Der Hauptzugang befindet sich nur wenig südlich des bekannten Aussichtspunkts Horseshoe Bend, direkt am Hwy. 89 an der Brücke beim Meilenposten 542.
GPS: 36°50'12"N, 111°30'30"W (GPS-Koordinaten in WGS84/NAD83)

 

Map Water Holes Canyon


Allgemeines: Die Gegend rund um Page, AZ birgt eine Vielzahl an einzigartigen Sandsteinschluchten. Leider befinden sich die allermeisten auf Stammesgebiet der Navajo Indianer in Privatbesitz und wurden aus den unterschiedlichsten Gründen für Besucher gesperrt. Abgesehen von den beiden Antelope Canyons und dem eher unterdurchschnittlichen Cathedral Canyon, gibt es noch einen weiteren durchaus sehenswerten Slot. Mit einer Eintrittsgebühr von 12 USD/Person ist der Water Holes Canyon am Hwy 89 der erschwinglichste von allen. Der Ausflug mit Horseshoe Bend Tours in den Horseshoe Bend Slot Canyon (auch Teil der "Water Holes" Schluchten; bis 2017 unter dem Namen Secret Canyon bekannt und von "Slot Canyon Hummer Adventures" angesteuert) ist etwas teurer (90 USD für 2,5 Std.) als der Besuch des Canyon X (40 USD für ca. 2,5 Std., mit Stativ 70 USD; Stand: November 2017).
Gelegentlich sieht man auch die Schreibweisen "Waterholes Canyon" oder "Waterhole Canyon".

 
Water Holes Canyon - The Great Wall
Die Great Wall im Licht der untergehenden Sonne


Unsere Besuche: Steffen und ich waren bereits einige Male in den unterschiedlichen Teilbereichen des Water Holes Canyon unterwegs. Die zwei bekanntesten Abschnitte direkt am Hwy. 89 standen zu Beginn am Programm. Zwecks besserer Unterscheidung nenne ich den ca. 2 km langen Bereich zwischen der Straße und dem Colorado River ab sofort "The West Side" und den Teil östlich des Highways "The East Side". Dort befindet sich allerdings nicht nur ein netter Slot sondern auch die imposante "The Great Wall". Zugänglich sind diese drei Abschnitte vom Parkplatz am Highway 89 aus.
Doch ein Blick in Kelsey´s Buch "Canyon Hiking Guide to the Colorado Plateau, 4th Edition" zeigt, dass der Water Holes Canyon noch weitaus mehr zu bieten hat. Am östlichen Ende des Canyons in der Nähe der Coppermine Rd. (IR-20) befinden sich noch zwei weitere sehenswerte Seitenarme. Die Narrows im Middle Fork hat Kelsey "Best Slot" getauft und die zweiten im Little Fork bezeichne ich mal (ganz originell...) als "Second Slot".

Permit: Für den Besuch der West oder East Side sowie für die Great Wall ist ein Backcountry Permit erforderlich. Dieses erhält man für $12 beim Upper(!) Antelope Canyon oder (am besten) im LeChee Tribal Office an der Coppermine Rd., 3 mi südlich von Page (die kleine weiße Holzhütte links neben dem großen Chapter House Gebäude): www.navajonationparks.org/permits.htm.
Achtung
: Entgegen aller Gerüchte gilt die am Antelope Canyon entrichtete Navajo Nation Fee nicht für den Water Holes Canyon! Am Trailhead darf nicht ohne backcountry permit hinter der Windschutzscheibe geparkt werden. Wer hier ohne Genehmigung steht, riskiert eine Strafanzeige, ein kostenpflichtiges Abschleppen oder sogar eine Festnahme durch die Navajo Police!
Der Besuch des Best Slots und des Second Slots ist inzwischen ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour möglich (Horseshoe Bend Slot Canyon Tours).



Water Holes Canyon Car WreckÜber diesen Teil des Water Holes Canyons gibt es nur wenig zu sagen, da er für die meisten Besucher ohne technische Hilfsmittel bzw. Kletterausrüstung nur auf einem sehr kleinen Bereich begehbar ist. Ausgangspunkt ist der mit großen "No trespassing, hiking permit required"-Schildern ausgewiesene Parkplatz am Hwy. 89. Von hier geht es durch einen Zaun und kurz darauf rechterhand in einer "Seitenrinne" knapp 30 Höhenmeter hinab in die Schlucht. Dieser Abstieg ist nicht schwer und sollte bei Trockenheit für jeden durchschnittlichen Wanderer leicht zu bewältigen sein. Am Grund der Schlucht angekommen, wendet man sich nun flussabwärts, d.h. nach rechts. Der Blick nach oben zeigt die Brücke des Hwy. 89 und kurz darauf kommt man zum ersten größeren dropoff. Hier befindet sich noch ein Autowrack, das einst von der Brücke hinunter in die Schlucht gestürzt ist. (Auf dem Bild scheint leider die Sonne voll in die Schlucht hinein, aber ich lasse es vorerst zwecks Anschaulichkeit im Bericht). Für viele wird das auch schon der Umkehrpunkt sein, denn weiter geht es von nun an nur mit einigen Klettereinlagen.
Steffen und Miro sind vor vielen Jahren mal an diesem Wrack hinuntergestiegen und haben dann noch etwa die Hälfte der Schlucht bis zum Colorado durchwandert. Immer wieder erschweren vertikale dropoffs den Weg, die sich mit etwas Geschick und unter Zuhilfenahme der in den Wänden befestigten großen Eisenklammern überwinden lassen. Die beiden waren hier ohne technische Hilfsmittel unterwegs, aber das möchte ich absolut niemandem empfehlen!
Spätestens nach rund einem Kilometer ist ohnehin "Schluss mit lustig" ohne Ausrüstung. Von hier an folgt ein dropoff nach dem anderen. Immer wieder gilt es 20 m oder gegen Ende sogar über 100(!) m mit einem Seil zu überwinden. Aber auch der Ausstieg kurz vorher, den Miro und Steffen gewählt haben, war alles andere als ohne. Die Canyon ist hier so tief und steil, so dass ich vor diesem Schluchtabschnitt nur warnen kann! Wer kein ausgesprochen erfahrener Kletterer ist oder hier alleine unterwegs ist, der spielt mitunter mit seinem Leben. Im September 2010 hat sich ein einsamer Wanderer beim Abstieg über das Wrack den Knöchel gebrochen. Hilfe eilte erst am folgenden Tag herbei und das auch eher durch Zufall - der Durst, die Kälte und die Schlangen suchten ihn bereits in der ersten Nacht heim... Auch wenn man hier nur wenige Meter von einer Hauptstraße entfernt ist, so sollte man dennoch die Gefahren eines Canyons nicht unterschätzen!


Water Holes Canyon NarrowsIn den sich östlich des Highways 89 erstreckenden Teil der Schlucht gelangt man über dieselbe "Seitenrinne" wie zur West Side (siehe Beschreibung oben). Unten angekommen, geht es dann allerdings nach links weiter. Der Water Holes Canyon ist hier stellenweise nicht sehr hoch und sieht zwischendurch eher wie ein trockenes Flussbett aus. Aber nach einem bequemen, ca. 20 Minuten langen Spaziergang erreicht man die schönen, etwa 150 m langen Engstellen. Wenn die hohen Felswände nicht gerade gespickt von schwarzbehaarten Raupen oder dunklen Faltern sind (beides schon erlebt ;-) ...), findet man auch hier so das eine oder andere schöne Fotomotiv. Interessant und ungewöhnlich sind die vielen Noppen im Sandstein. Hat es zuvor länger nicht geregnet, ist die Schlucht trocken. Aber nicht selten befinden sich in diesem Abschnitt schlammige Pools, die sich mit nur wenig Geschick und etwas Kaminklettern relativ leicht überwinden lassen. Dieser beste Teil der East Side endet an einem knapp 5 m hohen dropoff. Wer hier noch weitergehen möchte, muss in der Schlucht wieder kurz zurück gehen und bei der nächstbesten Gelegenheit den Canyon verlassen, d.h. auf einer der beiden Seite hinaussteigen. Das lohnt sich aber nur bedingt, da der Water Holes Canyon im weiteren Verlauf eher einem langweiligen Flussbett gleicht.



Ein besonderer Leckerbissen erwartet alle, die am späteren Nachmittag noch einmal zurückkehren. Wieder parkt man das Auto unmittelbar vor der Brücke am Hwy. 89, nur geht es jetzt nicht hinab in die Schlucht, sondern man folgt der nördlichen Canyonkante in Richtung Osten. Kurz nach dem Zaundurchgang zeigt sie sich bereits in der Ferne, die langgestreckte goldene Wand. Und keine 15-20 Minuten später steht man schon unterhalb der Great Wall. Sie zierte im Frühjahr 2003 das Cover des Arizona Highways Magazins, aber selbst die Ranger des Glen Canyon Visitor Centers konnten seinerzeit mit der Angabe "near Page" nichts weiter anfangen. 2006 fanden wir den entscheidenden Hinweis "Water Holes Canyon" auf einer amerikanischen Webseite und ein neues kleines Highlight für unsere nächste Tour stand fest. Am Abend des 29. März 2007 standen wir vor der beeindruckenden Wand. Wind und Wasser haben hier ganze Arbeit geleistet und herrliche "Fins" aus dem Felsen geschliffen. Wie eine überdimensionale Second Wave (siehe Coyote Buttes Bericht) aus goldenem Sandstein erstreckt sie sich auf einer Länge von über 100 m (N 36°50'02'', W 111°30'04''). In unmittelbarer Nähe hat Steffen noch einen netten Arch "entdeckt". Außerdem gibt es hier wieder einige "wandernde Steine" auf kleinen Sockeln.
(Great Wall ist kein offizieller sondern nur ein fiktiver Name, den ich dieser grandiosen Wand verliehen habe.)

 

Fins at Great Wall - above Water Holes Canyon

above Water Holes Canyon

Striations above Water Holes Canyon

Bilder von der Great Wall - CLICK PHOTO FOR ENLARGEMENT


Best Slot - Secret Canyon
Kelsey sein "Best Slot" (bis 2017 auch "Secret Canyon" und dann von den Indianern in "Horseshoe Bend Canyon" umgetauft) ist in etwa vergleichbar mit dem Upper Canyon X - ähnlich in der Höhe sowie von den Farben und Formen her, aber viel länger. Und damit gibt es auch mehr Motive! Mit der einzigartigen Schönheit des Lower Antelope Canyon kann er meiner Meinung nach leider nicht ganz mithalten, dem Upper Antelope macht er aber harte Konkurrenz. Vor allem findet man hier noch das, nachdem man sich als Fotograf und Naturliebhaber anderorts so sehr sehnt: andächtige Ruhe und herrliche Stille. Als wir im Second Slot unterwegs waren, durften wir sogar den einsamen Rufen einer Eule lauschen. Es war vermutlich eine Great Horned Owl, aber gesehen haben wir sie leider nicht.

 

Inside Best Slot of Water Holes Canyon

In the way

The Spy

The Dragon

Alleyway

Meu lampadinha :-)

Hard-working

Incognito :-)

Bilder aus dem Best Slot - CLICK PHOTO FOR ENLARGEMENT



Bei unserem letzten Besuch haben wir auch einen kurzen Abstecher in den Second Slot gemacht, der den offiziellen Namen Passage Canyon trägt. Es dauert ca. 20 min und man steht am Eingang der Schlucht, die von einem mächtigen chokestone versperrt wird. Hier heißt es die "durch den Sand Krabbeltechnik" anzuwenden. ;-)
Wie lange die Schlucht dahinter sein mag, das kann ich nur schwer abschätzen. Aber auf jeden Fall lang genug, dass man viele Motive finden wird. Vielleicht 400 Meter? Kelsey bezeichnet den Canyon als "nothing special", dem kann ich nicht bedingungslos zustimmen, selbst diese Schlucht hat ihre schönen Abschnitte! Man braucht nur das entsprechende Licht bzw. indirekte Glühen, das wir wetterbedingt leider nicht hatten... ;-(
TIPP! Wer sich von der Schönheit dieses Passage Canyon überzeugen möchte, schaut mal auf die Seite von Thierry. Er beschreibt darüber hinaus auch einen weiteren Canyon, der im Zuge der geführten Touren besucht wird, den wunderschönen Staircase Canyon.

 

Second Slot at Water Holes Canyon

Narrows at Second Slot

Second Slot

Second Slot        Entrance to the Second Slot

Bilder aus dem Second Slot - CLICK PHOTO FOR ENLARGEMENT


Fazit: Der Besuch des Water Holes Canyon - allen voran der East Side, der Great Wall und des Horseshoe Bend Slot Canyon (ehemals "Secret Canyon") lohnt sich. Die Touren zum Horseshoe Bend Slot Canyon haben auch einen großen Vorteil gegenüber der anderen Page-Canyons: Man muss sich die Schlucht nicht mit aberhunderten Besuchern teilen. Ungestört kann man dann sein Stativ aufstellen, die vielfältigen Strukturen an den Felswänden studieren, den Wechsel des Farbenspieles beobachten oder einfach die Seele baumeln lassen. In den Schluchten rund um Page hat das ja mittlerweile Seltenheitswert! ;-)
Eine echte Alternative, für alle die dem Trubel entkommen wollen!

Fototipp: Die East Side ist wesentlich besser ausgeleuchtet als der Antelope Canyon. Hier ist ein Besuch am frühen Vormittag empfehlenswert. Vielleicht auch der spätere Nachmittag, aber da waren wir noch nie in dieser Schlucht. Die Great Wall ist eine typische sunset location und für den Best Slot gilt dasselbe wie für den Upper Antelope: Mittagszeit! Der Second Slot ist wieder deutlich offener und weniger tief, so dass sich der Besuch auch nachmittags noch lohnt.
Ansonsten, das übliche in Slot Canyons: Stativ, Kabelauslöser, kein Flash und darauf achten, dass keine zu hellen Bereiche ins Bild kommen.

Links: Helge und Susi sind schon mal vom Parkplatz am Hwy. 89 zum Best Slot gegangen und haben diese Wanderung schön in Wort und Bild festgehalten. Hier der Link zu ihrem langen und schönen Bericht.

Beste Jahreszeit: Es heißt, die günstigste Zeit um Slot Canyons einen Besuch abzustatten sind die Frühlings- und Herbstmonate, denn die Winter können sehr kalt sein und die Sommer extrem heiß. Vor allem im Juli und August ist die Gefahr von starken Gewittern mit Sturzfluten sehr groß. Laut Statistik sind die trockensten Monate der Mai und Juni.
Einen kleinen Widerspruch gibt es jedoch von meiner Seite und zwar betrifft es den Winter: Ende Januar und Anfang Februar war es dieses Jahr traumhaft schön in Page. Es lag kein Schnee am Boden der Schluchten im Antelope Creek oder des Water Holes Canyon. Außerdem war keineswegs unangenehm kalt zwischen den engen Wänden. Und ich friere normalerweise sehr, sehr leicht! ;-)

Übernachtung: siehe Page, AZ


Update 03.04.08:
Der Besuch dieser zwei Schluchten veranschaulicht wieder einmal die Absurditäten und Widersprüchlichkeiten, was Locations auf Indianerreservatsboden betrifft. Man sollte sich am besten immer vor Ort erkundigen, was der derzeitige Stand der Dinge ist, denn dieser ändert sich allen Anschein nach oftmals schlagartig von heute auf morgen. Nur so kann man wirklich nichts falsch machen und sich im Zweifelsfall auf den Auskunftsgeber berufen.
Das backcountry permit galt früher für den gesamten Water Holes Canyon, d.h. von jenem Bereich an der Coppermine Road bis hinunter an den Colorado. Und so haben wir uns bei unseren ersten Besuchen keinerlei Gedanken darüber gemacht. Dann kamen aber immer wieder Gerüchte auf, vor allem wenn Leute die Erlaubnis beim Upper Antelope Canyon abgeholt haben, dass man nur vom Hwy. 89 starten darf und dass die Gegend jenseits der Hochspannungsleitungen Tabu wäre. Dass war sicherlich der Grund, warum Kelsey in seinem neuesten Buch (Canyon Hiking Guide to the Colorado Plateau, 5th Edition) plötzlich eine Empfehlung für die Permitbeschaffung abgegeben hat: man soll nur nach einem hiking permit für den Water Holes Canyon fragen und dann "end of conversation". Als wir allerdings zuletzt am 7. Februar 2008 im LeChee Tribal Office waren, wollten wir uns erkundigen, wie die Sachlage tatsächlich ist. Ich wollte endlich wissen, was hier legal ist und was nicht. So habe ich die Dame dort ohne Umschweife und ganz direkt darauf angesprochen. Nicht nur wegen dem Best Slot, ich habe sie ganz konkret nach dem Parkplatz gefragt, den man laut Kelseys Beschreibungen über die Coppermine Road erreicht. Ihre Aussage kam etwas zögernd, war dann aber sehr eindeutig. Das permit gilt für den gesamten Water Holes Canyon und auch der Best Slot ist ein Teil davon. Das einzige Problem bei dieser Zufahrt sei, dass die dirt road an einer private property vorbeiführt. Aber wenn es keinen stört, dass wir da entlang fahren und uns keiner sagt wir sollen gehen, dürfen wir dort auf Kelsey´s Parkplatz auf dem kleinen Plateau oberhalb der Schlucht abseits der Coppermine Rd. unser Auto abstellen. Wir freuten uns über ihre Aussagen und machten uns erneut auf den Weg in die schöne Schlucht. :-)

Das war aber wie gesagt Anfang Februar... Mitte März 2008, keine 1,5 Monate waren vergangen und schon bekommt man beim Upper Antelope Canyon mit den permits sogar eine Karte, auf der die powerlines als Grenze eingezeichnet sind. Und nicht nur das, von einer anderen Indianerin im LeChee Tribal Office gibt es nun eine absolut konträre Aussage zu der, die wir vor wenigen Wochen erhalten haben. Das permit gilt angeblich nur vom Hwy. 89 aus und man solle sich "auf keinen Fall im Best Slot erwischen lassen". Noch letztes Jahr haben wir einen Slot Canyon Hummer Adventures Guide mit zwei Besuchern dort angetroffen. Er hat uns lediglich kurz gefragt, ob wir ein permit hätten, und da diese vorhanden waren, stellte unsere Anwesenheit für ihn auch kein Problem dar. Also nicht ansatzweise ein „lass dich dort ja nicht erwischen“, sondern das ganze Gegenteil, der Guide war äußerst nett und freundlich.
Nun kann man eigentlich nur noch spekulieren. Gab es da mittlerweile ein Umdenken, weil die Touranbieter (in weißer Hand) um ihr Geschäft fürchten, wenn alle Besucher auch für $5 in die Schlucht dürfen? Oder bekommt man womöglich, wenn man in zwei Monaten an der Tür vom LeChee Tribal Office anklopft, wieder eine neue ganz anders lautende Aussage? Ausschließen möchte ich da mal grundsätzlich gar nichts... :-(

Update 12.04.2008: Freunde von uns haben sich Ende März ein permit für den Water Holes Canyon im LeChee Tribal Office geholt. Hier war wieder mal keine Rede von irgendwelchen Tabus. Und auch im Canyon haben sie einen Guide von Slot Canyon Hummer Adventures getroffen und dieser war ebenso freundlich wie jener, den wir letztes Jahr dort drinnen getroffen haben. Aufgrund der jedoch sehr unterschiedlichen Erfahrungen habe ich meine GPS-Daten für den Best Slot, den Second Slot und den zweiten Parkplatz nicht mehr online.

Update 20.05.2008: Inzwischen scheint es tatsächlich keinerlei backcountry permits zu geben für den Best Slot. Auch vom LeChee Tribal Office gibt es jetzt immer klare Hinweise, dass man am Hwy. 89 parken muss und die powerline-"Grenze" nicht überschreiten darf. Schade um diesen Canyon! Er ist zwar (noch immer) deutlich billiger als der Canyon X, aber ob er das Geld wert ist bei der Fülle an Sehenswürdigkeiten im Südwesten, das muss jeder selbst entscheiden. Es gibt im Gebiet des G.S.E.N.M. (fernab jeglicher Indianerreservate), rund um Hanksville und in der Nähe des Zion N.P. so viele schöne Schluchten, deren Besuch sogar vollkommen kostenlos ist. Uns wird man jetzt wohl eher wieder im Antelope Canyon, Kanarra Creek, Buckskin Gulch oder Peek-a-boo Slot antreffen. ;-)

Update 30.03.2009: Ab sofort sollen angeblich Permits für den Waterholes Canyon ausschließlich in LeChee ausgestellt werden. "Außerhalb der Saison" hat das Tribal Office nur zwischen 8:30 und 12:00 geöffnet, so dass Besucher, die erst nachmittags in Page ankommen, derzeit keine Chance haben ein Permit für den gleichen Tag zu erhalten. Danke Michael für diesen Hinweis!

Update 21.01.2010: Das Durcheinander hat seine Fortsetzung ;-) und wieder bekommt man das Permit doch auch wieder am Upper Antelope. Danke Sabine für diesen aktuellen Hinweis! Auch im September 2010 war dies der Fall, danke Jürgen für das Update!

Update 04.04.2011: Auch 2011 gibt es eine Fortsetzung des ewigen Hin und Hers. Im März bekam man die Permits wieder nur in LeChee (lieben Dank für das Update, Ilona!) und am 2. April wiederum beim Upper Antelope, besten Dank für die Rückmeldung, Fredy!

Update 11.05.2011: Kaum zu glauben, aber auch jetzt werden von den Navajos gelegentlich noch Permits für den oberen Teil "the upper section, where it splits into several forks" ausgestellt und das gänzlich ohne Hinweis, dass man da nicht hindarf. Ich kann aber nur jedem davon abraten! Wer in den oberen Canyons außerhalb der geführten Touren von Slot Canyon Hummer Adventures erwischt wird, dem droht laut deren Aussage eine Festnahme durch die Navajo Police. Thanks for the update, John!

Update 06.11.2017: Slot Hummer Tours wurde dieses Jahr die Genehmigung entzogen, fortan darf man den schönsten Teil des Water Holes Canyons nur noch Horseshoe Bend Tours besuchen. Und weshalb auch immer, wurde der "Secret Canyon" auch gleich mal in "Horseshoe Bend Slot Canyon" umbenannt.


© 15.03.2008 Isabel Synnatschke
       Last Update 06.11.2017

 

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